Abtrünnige und neue religiöse Bewegungen

Bryan Ronald Wilson ist ein sehr bekannter Soziologie Professor, welcher an verschiedensten Universitäten tätig war. Er verfügt über einen äusserst bemerkenswerten Werdegang und hat verschiedenste Studien und Werke veröffentlicht. Lesen sie mehr über Bryan Wilson am Ende dieser Seite. 

ABTRÜNNIGE

(Ex-Mitglieder)

Bryan Ronald Wilson 

 

Erscheinungsformen von Abtrünnigkeit 

Jede Religion, die Anspruch erhebt auf ein bestimmtes Ausmass an Doktrinen und Praktiken, welche sie als ausschliesslich ihr zu eigen betrachtet, läuft Gefahr, mit der Tatsache konfrontiert zu werden, dass von Zeit zu Zeit manche ehemalige Mitglieder ihre Gefolgschaft aufkündigen und aufhören, sich den Formalien des Glaubens verpflichtet zu fühlen, zumindest in manchen, vielleicht in allen Punkten der Lehre, Praxis, Organisation und den Regeln. 

Abtrünnigkeit ist ein übliches Phänomen in der Geschichte der verschiedenen Glaubensrichtungen der Jüdisch-Christlich-Muslimischen Tradition. Jedes neue Schisma* von einer bereits etablierten Glaubensorganisation wurde wahrscheinlich von jenen, von denen die Schismatiker sich abgespalten haben, als Fall von Abtrünnigkeit gesehen. 

Es gab dramatische Vorfälle grossen Ausmasses, wie in den “grossen Schismen“ der östlichen (Orthodoxen) und westlichen (katholischen) Kirche und im Auftauchen des Protestantismus in der Reformation. (Es muss hinzugefügt werden, wenn auch nur der Ordnung halber, dass die Andersdenkenden und sich abspaltenden Parteien im allgemeinen nicht weniger häufig jene, die in der früher geschaffenen Gruppe blieben, der Abtrünnigkeit von einem früheren vermeintlichen Standard oder Praxis beschuldigten.) 

Betrachtet man die Anzahl der religiösen Gruppen im Christentum, die durch Schismen entstanden sind, muss klar werden, dass Abtrünnigkeit ein weit verbreitetes und übliches Phänomen war. 

Nicht jeder Fall von Abtrünnigkeit resultiert jedoch in der Formierung einer abweichenden und separaten religiösen Partei oder Sekte. Abtrünnigkeit kann auch dann als existent betrachtet werden, wenn ein einzelner ehemaliger Gläubiger seine Eide und seine vorherige religiöse Gefolgschaft aufkündigt. Im späten neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert, in Krisenzeiten des christlichen Glaubens, gab es manch gefeierten Fall von Abtrünnigkeit von der römisch-katholischen Kirche. 

Aufgrund der Strenge ihrer Anforderungen an Glauben und Praxis, aufgrund ihres Widerstandes gegen moderne Strömungen und insbesondere weil sie die eifrigsten ihrer Gläubigen ermutigte, Klöster oder Kongregationen** beizutreten, wurden diese Fälle als für diese Kirche typisch dargestellt. 

Manche der finsteren Geschichten über das klösterliche Leben, angeblich von abtrünnigen Mönchen oder Nonnen wiedergegeben – der gefeierte Fall der Maria Monk wurde weit verbreitet – stellten sich als weitgehend fiktiv heraus, wurden aber von den anti-katholischen Propaganda-Medien oft verwendet. 

Im gegenwärtigen Zeitalter des religiösen Pluralismus, in dem der Geist der Ökumene unter vielen der Hauptströmungen des christlichen Glaubens vorherrscht und in welchem der so genannte “Wechsel“ der Gefolgschaft von einer dieser Bewegungen zu einer anderen nicht ungewöhnlich ist, ist der Vorwurf der Abtrünnigkeit weniger häufig zu hören. Seit 1960 aber, mit dem Auftauchen verschiedener neuer minderheitlicher Bewegungen in der westlichen Gesellschaft, die alle bestimmte religiöse Lehren haben und einen starken Sinn für besondere Gefolgschaft fordern, wird ein Mitglied, das sich absetzt, eher als Abtrünniger betrachtet, vor allem dann natürlich, wenn dieses Mitglied dann anfängt, seinen früheren Glauben der Lächerlichkeit preiszugeben oder heftig zu kritisieren und jene, die früher seine engen Verbündeten waren, zu verunglimpfen. 

Betrachtet man das Auftauchen so vieler neuer religiöser Gruppen, die grosse Ansprüche an die Loyalität ihrer Mitglieder stellen, sind Fälle von Abtrünnigkeit in den vergangenen Jahrzehnten für die Massenmedien Angelegenheiten von beträchtlicher Aufmerksamkeit geworden. 

Die Geschichte des Abtrünnigen, in der er üblicherweise als Opfer dargestellt wird, wird als gute Pressegeschichte für die Medien angesehen, besonders dann, wenn er anbietet, Aspekte und vielleicht Geheimnisse der Bewegung, der er vorher angehörte “aufzudecken“. 

Konsequenterweise erhalten Abtrünnige ein vielleicht unverdientes Mass an Aufmerksamkeit seitens der Medien, besonders dann, wenn sie in der Lage sind, ihre vorherige Loyalität sowohl unter dem Gesichtspunkt ihrer Verletzbarkeit als auch der Manipulation, Verführung oder dem Zwang darzustellen, der von den Führern oder Mitgliedern der Bewegung ausgingen, in die hinein sie rekrutiert wurden. 

Weil diese Erzählungen oft die einzigen und sicherlich die am weitesten verbreiteten Informationen sind, die der breiten Öffentlichkeit über Minderheitsreligionen zugänglich sind, wird der Abtrünnige zu einer zentralen Figur in der öffentlichen Meinungsbildung (oder -missbildung) über diese Bewegungen. 

Akademische Gelehrte, die an religiösen Minderheiten interessiert sind, und besonders Soziologen, in deren Bereich insbesondere dieses Thema fällt, verfolgen ihre wissenschaftlichen Forschungen mit einer Vielfalt anerkannter Methoden. Sie sammeln ihre Daten nicht nur durch Recherche in Archiven und das Studium von Drucksachen und Dokumenten sondern auch durch teilnehmende Beobachtung, Interviews, Fragebögen, Umfragen und, was direkt das Thema hier betrifft, durch Informanten. 

Abtrünnige sind oft willige Informanten und Soziologen lassen üblicherweise in Bezug auf diese möglichen Beweisquellen beträchtliche Vorsicht walten. Wie ich anderweitig über die Forschungstechniken eines Soziologen ausgeführt habe: 

„Informanten, die blosse Kontakte sind und die keine persönlichen Beweggründe für das, was sie erzählen, haben, sind jenen vorzuziehen, die danach trachten, den Forscher für ihre eigenen Zwecke zu gebrauchen. Der Enttäuschte und der Abtrünnige insbesondere sind Informanten, deren Beweise mit Vorsicht zu verwenden sind. 

Der Abtrünnige braucht im allgemeinen Selbstrechtfertigung. Er trachtet danach, seine eigene Vergangenheit neu zu konstruieren, um seine frühere Verbindung zu entschuldigen, und jene zu beschuldigen, die früher seine engsten Verbündeten waren. Es ist nicht unüblich, dass der Abtrünnige eine “Schauergeschichte“ einübt, um zu erklären, wie er durch Manipulation, Tricks, Zwang oder Täuschung dazu verführt wurde, sich einer Organisation anzuschliessen oder bei ihr zu bleiben, welcher er jetzt abschwört und die er verdammt. 

Abtrünnige, von der Presse zur Sensation erhoben, haben manchmal danach getrachtet, aus Erzählungen ihrer Erfahrungen aus Zeitungsartikeln oder Büchern (manchmal von Ghostwritern geschrieben) Kapital zu schlagen“ 

(Bryan Wilson, The Social Dimensions of Sectarianism (Die gesellschaftlichen Dimensionen des Sektierertums, Oxford, Clarendon Press, 1990, p.l9) 

Soziologen und andere Forscher von Minderheitsreligionen haben daher damit begonnen, eine besondere Konstellation von Motiven zu erkennen, die einen Abtrünnigen in den Zeugenstand bewegen, der relativ zu ihrer vorherigen Verpflichtung und ihrem Austritt aus jüngerer Zeit steht. Der Abtrünnige muss seine Glaubwürdigkeit sowohl in Hinblick auf seine frühere Konversion zu einer religiösen Gruppe als auch seine darauf folgende Aufgabe dieser Überzeugung unter Beweis stellen. 

Um sich selbst in Bezug auf seine "volte face"***  zu rechtfertigen ist eine plausible Erklärung sowohl für seine (üblicherweise plötzliche) Anhängerschaft an seinen früheren Glauben als auch seinen nicht weniger plötzliches Abfall und sein Verdammen desselben vonnöten. 

Wissenschaftler sind zu der Erkenntnis gelangt, die Schauergeschichte als ein bestimmtes Genre des Abtrünnigen zu betrachten und sogar dies als eine erkennbare Kategorie von Phänomenen anzusehen. (A.D. Shupe, jun. und D. G. Bromley, Apostates and Atrocity Stories (Abtrünnige und Schauergeschichten) in B. Wilson Hrsg. The Social Impact of New Religious Movements (Der gesellschaftliche Einfluss Neuer Religiöser Bewegungen, New York, Rose of Sharon Press, 1981, pp. 179-215). 

Der Abtrünnige präsentiert sich selbst typischerweise als jemand, der zu einem Zeitpunkt in seine frühere Überzeugung eingeführt wurde, als er besonders verletzlich war – depressiv, isoliert, ohne soziale oder finanzielle Unterstützung, von seiner Familie entfremdet oder ähnliche Umstände. Seine früheren Verbündeten werden jetzt als Leute dargestellt, die ihn durch falsche Versprechungen, durch Täuschung, Versprechungen von Liebe, Unterstützung, verbesserten Zukunftsaussichten, erhöhtes Wohlbefinden oder ähnliches gewonnen haben. 

Tatsächlich, so geht die Geschichte des Abtrünnigen weiter, waren sie falsche Freunde, die nur danach trachteten, sein Wohlwollen auszunützen und aus ihm lange Arbeitsstunden ohne Bezahlung oder was auch immer er an Geld oder Vermögen besessen haben mag herauszupressen. Daher präsentiert sich der Abtrünnige als “jemand, der seine Lektion gelernt hat“, als nicht verantwortlich für seine Aktionen, als er in seine frühere Religion eingeführt wurde und als “wieder zu Sinnen gekommen“, als er fortging. 

Zusammengefasst ist seine Botschaft die, dass “es jedem passieren könnte, wenn er in die Lage kommt“. SIE sind völlig dafür verantwortlich und SIE handeln mit bösartiger Absicht gegenüber arglosen, unschuldigen Opfern. Durch solch eine Darstellung des Falles verlagert der Abtrünnige die Verantwortung für seine früheren Handlungen und er versucht, sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren, die er jetzt gegen die religiöse Gruppe, die er kürzlich verlassen hat, zu beeinflussen und auch vielleicht zu mobilisieren sucht. 

Neue Bewegungen, die von ihren Glaubenssätzen und ihren Praktiken her relativ unbekannt sind, und deren Lehren und Organisationen in einer Sprache beschrieben werden, die neu oder neu angenommen ist, sind gegenüber öffentlichem Argwohn äusserst empfindlich. Wenn sie geheime oder unveröffentlichte Lehren haben, oder ausgesprochen eifrig im Trachten nach Konvertiten sind oder eine ausgesprochene Anziehung auf die eine oder andere gesellschaftliche Gruppe haben (Z.B. die Jugend, Studenten, ethnische Minderheiten, Einwanderer etc.) oder wenn ihre Versprechungen den Nutzen für den Gläubigen oder die alltäglichen Erwartungen der breiten Öffentlichkeit übersteigen, dann können sie sehr leicht zur Zielscheibe des öffentlichen Schimpfs und sogar der Feindseligkeit werden. 

Die Schauergeschichten der Abtrünnigen, besonders wenn sie durch die Sensationslust der Presse noch gesteigert werden, unterstützen diese Tendenzen und vergrössern den Aufmerksamkeitswert weiterer Schauergeschichten. Zeitungen sind bekannt für das Rekapitulieren früherer Sensationsgeschichten, wenn neue Geschichten ähnlicher Natur über bestimmte Bewegungen ausgegraben werden – eine Praktik, die von manchen Soziologen als die Verwendung von “negativen, summarischen Geschehnissen“ bezeichnet wird. Dies bezieht sich auf die journalistische Beschreibung einer Situation oder eines Geschehnisses auf solche Weise, dass dessen negative Essenz als Teil einer ruckweisen und langsam sich bewegenden Geschichte eingefangen und ausgedrückt wird. 

Ein offensichtlich isoliertes Geschehnis wird dabei als Gelegenheit verwendet, um das breitere, kontroverse Phänomen im öffentlichen Bewusstsein zu halten.

– James A. Eeckford Cult Controversies: The Social Response to New Religious Movements (Die Antwort der Gesellschaft auf Neue Religiöse Bewegungen), London, Tavjstock, 1985, p.23 

Durch dieses Mittel wird die dramatische Wirkung einer jeden Abtrünnigen-Geschichte in seiner Bedeutung verstärkt – zum Nachteil objektiver und ethisch neutraler Erforschung religiöser Phänomene, wie sie von akademischen Soziologen unternommen wird. 

Gegenwärtige religiöse Gruppen, die in einem Klima des schnellen sozialen Wandels und sich ändernder Auffassungen über religiösem und spirituellem Glauben operieren, sind besonders empfänglich für die Herabsetzung und Missrepräsentation, die durch die Verbreitung und Wiederholung der Erzählungen des Abtrünnigen herbeigeführt wird. 

Weder der objektive soziologische Forscher noch das Gericht kann den Abtrünnigen leichtfertig als verlässliche Quelle für Beweise betrachten. Er muss immer als jemand betrachtet werden, dessen persönliche Vergangenheit ihn für Voreingenommenheit sowohl in Bezug auf seine vorherige religiöse Überzeugung als auch seine früheren Verbündeten prädestiniert. Wenn er so bestrebt ist, gegen seine früheren Verbündeten und Mitglieder auszusagen, muss der Verdacht aufkeimen, dass er aus persönlichen Motiven heraus handelt, um sich zu rechtfertigen und seine Selbstachtung zurückzugewinnen, indem er sich zuerst als Opfer darstellt, das in der Folge aber ein reuiger Kreuzfahrer geworden ist. 

Wie verschiedene Fälle zeigten, ist er leicht beeinflussbar und bereit, seine Leiden zu vergrössern oder auszuschmücken, um jene Sorte von Journalisten zu befriedigen, deren Interesse mehr in sensationellen Schlagzeilen liegt als in einer objektiven Darstellung der Wahrheit. 

Geschrieben an diesem 3. Dezember 1994, Oxford, England 
Bryan Ronald Wilson

 

* Schisma:
– Der Ausdruck Schisma (v. griech.: "abspalten"), Spaltung, Trennung) bezeichnet die Spaltung innerhalb einer etablierten religiösen Glaubensgemeinschaft. Im Unterschied zu gegensätzlichen Fraktionen und Parteiungen innerhalb einer solchen Gemeinschaft kennzeichnet die Spaltung die vollzogene Trennung. (de.wikipedia.org/wiki/Schisma) 
– Von einem Schisma spricht man bei Kirchenspaltungen, bei denen die Hierarchie der jeweiligen Kirche nicht anerkannt wird. Bei der Katholischen Kirche spricht man insbesondere dann von einem Schismatiker, wenn er den Papst nicht anerkennt. Hierbei gibt es Abstufungen, beispielsweise wenn der Papst lediglich in einer bestimmten Angelegenheit ignoriert wird, grundsätzlich aber als Papst anerkannt wird. (de.wikipedia.org/wiki/Schisma_(Theologie))

** Kongregationen
– Kirchliche Vereinigung, ähnlich einem Orden, jedoch mit weniger strengen Regeln (members.fortunecity.de/steinmetz41/glossar.htm) 
– Die Kongregation (v. lat.: grex = Herde, Schar) bezeichnet (de.wikipedia.org/wiki/Kongregation)

*** volte face
– die Kehrtwendung 
– der Umschwung 
– vom Saulus zum Paulus werden [fig.]

Bryan Wilson

Bryan Ronald Wilson ist emeritierter Professor für Soziologie an der Oxford Universität. Von 1963 bis 1993 war er Dozent am All Souls College und im Jahre 1993 wurde er zum emeritierten Dozenten gewählt. 

Seit mehr als vierzig Jahren hat er Forschungen zum Thema Minderheitsreligionen in England und im Ausland (unter anderem in den Vereinigten Staaten von Amerika, Ghana, Kenia, Belgien und Japan) durchgeführt. Seine Arbeiten umfassten das Studium der Veröffentlichungen dieser Bewegungen und, wenn möglich, das Zusammentreffen mit deren Mitgliedern in Versammlungen, Gottesdiensten und deren Zuhause. Sie umfassten ebenfalls die ständige Beachtung und kritische Würdigung der Werke anderer Gelehrter. 

Er führt den Titel eines B.Sc. (Wirtschaft) und Dr. phil. der Universität London und den M.A. der Universität Oxford. Im Jahre 1984 anerkannte die Universität Oxford die Bedeutung seines Werks durch die Verleihung des Dr.Litt. 1992 verlieh ihm die Katholische Universität Louvain, Belgien, die Ehrendoktorwürde. 1994 wurde er zum Dozenten der British Academy gewählt. 

Zu verschiedenen Zeiten erhielt er die folgenden weiteren Berufungen: 

Commonwealth Fund Dozent (Harkness Stiftung) an der Universität von Berkeley, Kalifornien, USA, 1957-58; 

Gastprofessor an der Universität von Ghana, 1964; 

Fellow of the American Counsel of Learned Societies an der Universität von Berkeley, Kalifornien, USA, 1966-67; 

Forschungsberater für die Soziologie der Religionen an der Universität von Padua, Italien, 1968-72; 

Gastdozent der Japan Gesellschaft, 1975; 

Gastprofessor an der Katholischen Universität von Louvain, Belgien 1976, 1982, 1986, 1993; 

Snider Gastprofessor an der Universität Toronto, Kahada, 1978; 

Gastprofessor der Soziologie der Religionen und Berater für Religionsstudien an der Mahidol Universität Bangkok, Thailand, 1980-81; 

Scott Gastdozent am Ormond College, Universität von Melbourne, Australien, 1981; 

Gastprofessor an der Universität Queensland, Australien, 1986; 

Distinguished Gastprofessor Universität Santa Barbara, Kalifornien, USA, 1987; 

In den Jahren 1971-75 war er Präsident der Internationalen Konferenz der Soziologie der Religionen (der weltumfassenden Organisation für diese Disziplin); 

Im Jahre 1991 wurde er zum Ehrenpräsident dieser Organisation gewählt, die jetzt in Internationale Gesellschaft der Soziologie der Religionen umbenannt ist. 

Council Member der Gesellschaft für die wissenschaftliche Erforschung der Religion 

Mehrere Jahre lang war er europäischer Mitherausgeber des Journal for the Scientific Study of Religion. Sechs Jahre lang war er Mitherausgeber des Annual Review of the Social Science of Religion 

Er hielt in England, Australien, Belgien, Kanada, Japan und den USA häufig und in Deutschland, Finnland, Frankreich, den Niederlanden, Norwegen und Schweden gelegentlich Vorträge über Minderheitsreligionen. 

Er wurde zum Gutachter über Sekten an Gerichten in England, den Niederlanden, Neuseeland und Südafrika berufen und hat Stellungnahmen zur Vorlage bei Gericht in Australien und Frankreich gefertigt. Er wurde auch als Gutachter über religiöse Bewegungen vom parlamentarischen Innenausschuss des Unterhauses gehört. 

Unter anderem hat er neun Bücher geschrieben, die sich zur Gänze oder teilweise mit Minderheitsreligionen befassen: 

Sekten und Gesellschaft: Die Soziologie der drei religiösen Gruppen in England, London: Heinemann und Berkeley, University of California Press, 1961, Nachdruck: Westport, Conn., USA; Greenwood Press, 1978 

Muster des Sektierertums (Herausgeber) London, Heinemann 1967 

Religiöse Sekten, London: Weidenfeld and Nicholson, New York: McGraw Hill, 1970 (als Übersetzungen auch in Frankreich, Deutschland, Spanien, Schweden und Japan erschienen) 

Magie und das Jahrtausend, London: Heinemann und New York: Harper and Row, 1973 

Gegenwärtige Umwandlungen der Religion, London: Oxford University 1976 (als Übersetzung auch in Italien und Japan erschienen) 

Der gesellschaftliche Einfluss der Neuen Religiösen Bewegungen (Herausgeber) New York: Rose of Sharon. Press, 1981 

Religion aus Soziologischer Sicht, Oxford: Clarendon Press, 1982 (als Übersetzung auch in Italien erschienen, japanische Übersetzung in Vorbereitung) 

Die gesellschaftliche Dimension des Sektierertums, Oxford: Clarendon Press, 1990 

Zeit zu Chanten: Die Soka Gakkai Buddhisten in England, (zusammen mit K. Dobbelaere) Oxford: Clarendon Press, 1994 (Übersetzung ins Japanische in Vorbereitung) 

Er schrieb auch mehr als fünfundzwanzig Artikel über Minderheitsreligionen für Bücher und wissenschaftliche Magazine in England, den USA. Frankreich, Belgien, Deutschland, den Niederlanden und Japan. Er hat Artikel für die Encyclopedia Britannica, die Enzyclopedia of the Social Sciences; die Encyclopedia of Religion geschrieben und schreibt gegenwärtig an einem Beitrag zur Enciclopedia Italiana. 

 

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