Spielfilm “Bis nichts mehr bleibt”

Wir haben den Film analysiert und nehmen Stellung.

Dieser Film ist nicht nur eine Diskriminierung der Scientology-Religion sondern enthält auch zahllose faktisch falsche Informationen.

Obwohl der Film als „authentische Geschichte“ beworben wurde, fühlten sich die Filmemacher gleich zu Beginn bemüssigt zu betonen, dass der Film eben nicht den Anspruch erhebt, „die Geschehnisse in jeder Hinsicht authentisch wiederzugeben“. So wird klar gestellt, dass der Film Wahrheit und Dichtung vermischt. Es belegt, dass sich die Macher darüber im Klaren sind, dass der Film ohne diesen Hinweis rechtlich nicht haltbar wäre.

Die „Fachberaterin“ des Filmes ist die fanatischste Scientology-Gegnerin im deutschsprachigen Raum: Ursula Caberta. Sie wurde mehrmals verurteilt, musste Aussagen zurückziehen und sie stellt der Öffentlichkeit und den Medien regelmässig Ex-Mitglieder vor, die vollkommen frei erfundene Geschichten präsentieren.

Entsprechend gespickt ist der Film mit Falschinformationen.

 

 

Es geht hier nicht nur um die Geschichte als solches, (die sich so nie zugetragen haben kann), sondern um die Darstellung von Scientology als Lehre und als Organisation. Wir haben uns die Mühe gemacht, hier einige konkrete Beispiele zu beschreiben, um zu zeigen, welche gravierenden Falschinformationen in die Darstellung eingeflossen sind. Es geht hier auch nicht darum zu verleugnen, dass es einzelne Fälle gegeben haben mag, in denen etwas schief lief: Der Film versucht aber, einzelne, subjektiv erlebte negative Erlebnisse als „normale“ Abläufe innerhalb von Scientology zu zeigen.

Einige einführende Aspekte: 

– Zunächst einmal zieht sich die Darstellung von Scientologen als grinsende, gefühlskalte und lieblose Roboter durch den gesamten Film. Es wird suggeriert, dass unsere Mitglieder im Laufe ihres Erlösungsweges stetig an Kälte und Gefühllosigkeit hinzugewinnen, während ihr Lächeln zunehmend festfriert. Dies ist ein direkter Angriff auf die Menschenwürde sämtlicher Scientologen und zutiefst menschenverachtend. Kein Scientologe würde sich einer solch faschistoiden und gefühlskalten Gemeinschaft auch nur eine Sekunde lang anschliessen.

– In dieses pervertierte, menschenverachtende Bild passt auch die Darstellung, dass Kindern jede Liebe verweigert wird und diese in der Folge ebenfalls zu kleinen Robotern verkommen. Auch hier handelt es sich um eine überaus bösartige und menschenverachtende Suggestion. Die Liebe zu einem Kind und die kindgerechte Behandlung ist ein Schlüsselfaktor im Umgang mit ihnen. Es ist Teil unserer Lehre, Kinder mit dem GLEICHEN RESPEKT zu behandeln, wie einen Erwachsenen, d.h. dass man sie ernst nimmt, ihre Ängste, ihre Gefühle und ihre Bedürfnisse. Hubbard war strikt gegen die Erziehungsmethoden der Vergangenheit, bei denen man dazu tendierte, Kinder wie "kleine Hunde" abzurichten. Er wollte Kinder mit Liebe und Respekt behandelt sehen, wobei man ihre Freiheit und Selbstbestimmung so wenig wie möglich einschränkt.

– Alle Auditing-Prozesse und Übungen im Film sind verfälscht dargestellt und hätten in dieser Form keinerlei Nutzen für irgendjemanden, im Gegenteil. Es bestehen gewisse Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Übungen, mehr jedoch nicht. 

– Im Auditing wird niemals geschrieen. Auditing funktioniert nur bei absolutem Vertrauen zwischen den beiden beteiligten Personen. Dazu gehört auch menschliche Wärme. Alle Informationen werden vertraulich behandelt. Ein Verstoss gegen diese Regel wird disziplinarisch schwer geahndet und kann zum Ausschluss aus der Kirche führen.

– Kritik mit konkreten Angaben wird in Scientology als konstruktiv angesehen und eben NICHT abgelehnt. Es gibt in jeder Kirche mindestens fünf Anlaufstellen, an die man sich bei Beschwerden wenden kann und soll. Die kontinuierliche Reform innerhalb der Kirche gehört ebenso zu unserem Glaubenskonzept, wie beim Erlösungsweg eines Einzelnen.

Sehen Sie selbst den Film dazu!

Einige ausgewählte konkrete Einzelheiten:

1. Es wird suggeriert, dass Scientology nichts mit Religion zu tun hat, blendet dabei aus, dass alleine in Deutschland über 50 Urteile Scientology bzw. Scientologen unter den Schutz von Artikel 4 GG (Religionsfreiheit) gestellt haben.

2. Es wird suggeriert, dass Kinder von Scientologen schon mit acht Jahren „abgegeben“ werden (z.B. ins Internat) und es als unwichtig erachtet wird, dass sie eine enge Beziehung zu den Eltern haben. Ja, man erweckt den Eindruck, dass sie von den Eltern getrennt werden sollen.

Die Realität wird hier vollständig verbogen. Tatsächlich ist auch für Scientologen Liebe und Geborgenheit für Kinder die oberste Maxime. 99,9% aller Kinder von Scientologen wachsen in der Familie auf.

Im Scientology-Handbuch beschreibt L. Ron Hubbard das Folgende über das Aufziehen von Kindern:

„Ein guter, stabiler Erwachsener mit Liebe und Toleranz im Herzen ist etwa die beste Therapie, die ein Kind haben kann“.

3. Man müsse einen Test machen, um festzustellen ob die „Technologie“ bei jemandem zum Erfolg führt.

Dieser angesprochene Test hat ein ganz anderes Ziel. Die Person schätzt sich tatsächlich mit diesem Test selbst ein.

Der Test – wenn er ehrlich und aufrichtig durchgeführt wird – zeigt wie eine Person sich selbst und ihre Umgebung sieht. Durch die seelsorgerische Beratung in der Scientology (das Auditing) ist eine Person in der Lage für sich selber herauszufinden, warum sie bestimmte Dinge in bestimmten Situationen gemacht hat, oder auch, welche Dinge ihr widerfahren sind. Durch die Selbsterkenntnis kann eine Person dann die negativen Dinge für sich selber bereinigen und dass diese wirklich möglich ist zeigt der Test, wenn er später ein weiteres Mal gemacht wird.

4. Es wird die alte Leier wiederholt, dass Scientology nur an Geld interessiert ist.

Wer sich selbst vor Ort informiert sieht, dass dies ein immer wieder geschürtes Vorurteil ist. Wie andere Organisationen benötigt auch Scientology Beiträge, um Miete zu zahlen und den Unterhalt zu bestreiten.

Jede Religionsgemeinschaft hat ihr eigenes Finanzierungssystem. Bei den christlichen Kirchen in Deutschland sind es die Kirchensteuern, die jedem Kirchenmitglied automatisch von seinem monatlichen Gehalt oder Lohn durch den Staat abgezogen wird. Bei anderen Religionsgemeinschaften ist es z.B. der „Zehnte“.

Mit dem Thema Geld haben sich auch bereits deutsche Gerichte beschäftigt und sind zu folgendem Ergebnis gekommen:

Landgericht Frankfurt 2/4 0 471/88:

„Wenn Spenden bzw. Beiträge von den Mitgliedern anlässlich konkreter Inanspruchnahme kirchlicher Dienste geleistet werden, so ist dies nur eine denkbare Finanzierung einer Religionsgemeinschaft, die möglicherweise als gerechter angesehen werden kann, als die Forderung eines pauschalen Prozentsatzes vom Einkommen des Mitglieds“.

Ähnlich sah es auch das Verwaltungsgericht Berlin VG 1 A 73.86, wo es heisst:

Es liegt auf der Hand, dass kleine weltanschauliche Gemeinschaften wie der Kläger [die Scientology Kirche] ihre Betätigung anders finanzieren müssen, als die grossen, etablierten Kirchen, die über ein erhebliches Steueraufkommen verfügen. Ob dabei die Haupteinannahmen über Spenden, Mitgliedsbeiträge oder Entgelte für bestimmte Leistungen im Rahmen der religiös/weltanschaulichen Betätigung erzielt werden, ist der jeweiligen Vereinigung im Rahmen ihres verfassungsrechtlich garantierten Selbstbestimmungsrechts selbst überlassen.“

5. Bei der Testauswertung wird der Interessent mit seinen Fragen alleine gelassen und es wird ihm lediglich mitgeteilt, er solle die Fragen beantworten.

In Tat und Wahrheit würde ein Scientologe der Person in diesem Fall deren Fragen beantworten, bis die Person ihre Unsicherheiten geklärt hat.

6. „Die Auswertung des Testes findet in der Lobby des Zentrums statt … dabei werden auch persönliche Fragen gestellt, während links und rechts Personen vorbeigehen.

Eine Auswertung des Testes würde nicht in einer derartigen Umgebung stattfinden, sondern an einem abgeschirmten Ort.

7. Bei einer Testauswertung werden der Person keine derart bewertenden Analysen mitgeteilt, wie im Film dargestellt. Es würde auch nicht mitgeteilt, dass jemand sich selber und die Familie zerstören würde.

8. Die Person, die die Auswertung durchführt, wird als vollkommen „kalte“ Person dargestellt.

Auch hier wird ein vollständig falsches Bild gegeben. Wenn ein Mitarbeiter eine Auswertung so durchführen würde, würde sie wohl sofort von dieser Funktion enthoben.

9. Die präsentierte Übung im Film, in der ein Student dem anderen immer wieder „Flunk“ sagt, wird nicht so abgehalten.

Falls die andere Person eine Übung inkorrekt ausführt, würde der Partner auf die Studiermaterialien verweisen und auf den konkreten Fehler aufmerksam machen und dann würde die Übung fortgesetzt. Das Roboterhafte in dieser Übung ist vollständig falsch dargestellt. Später wird nicht einmal mehr „Flunk“ gesagt, um die Übung für eine Korrektur zu unterbrechen, sondern nur noch mehrmals „Start“. Die Übung würde nie so durchgeführt.

10. Der Hauptdarsteller läuft aus der Übung weg, die andere Person bleibt einfach zombiehaft sitzen.

Auch eine solche Situation würde nicht vorkommen, denn ganz sicher würde der andere Student nachfragen und das Gespräch mit der Person suchen.

11. Auch die Aussage, man könne die oben erwähnte Übung nicht „ohne Checkout“ verlassen, ist inkorrekt.

Ein Checkout ist eine Aktion mit der verifiziert wird, ob ein Student das Wissen darüber erlangt hat, was er studiert hat. Es geht darum sicherzustellen, ob der Student das Gelernte wirklich beherrscht und anwenden kann.

12. Als die „Zombie-Scientologin“ dem Hauptdarsteller das E-Meter erklärt, kneift sie diesem in den Hals. Niemals würde ein Scientologe das E-Meter mit Hilfe einer so plötzlichen und schmerzhaften Demonstration am Hals vorführen. Auch würde sie die Person nie derart überraschend und ohne vorherige Ankündigung berühren. Es gibt einen „Kneiftest“ zur Demonstration des E-Meters. Dieser wird mit vorheriger Ankündigung am Arm oder an der Hand der Person – nach ihrer Einwilligung zu dem Test – durchgeführt.

13. Das erste „Auditing“, welches der Hauptdarsteller erhält, wird völlig falsch dargestellt. Die Auditorin ist dermassen gefühlskalt, dass sie in Wirklichkeit – würde sie so auditieren – sofort ihrer Funktion enthoben würde. Auditing ist ein warmes, freundliches Zwiegespräch. Auch die unmenschliche Art, wie diese „Auditorin“ auf den Tod des Vaters – mit einem kalten „Danke“ – reagiert, wäre in einer Sitzung nicht akzeptabel.

Das Auditing ist das Kernstück der Scientology-Seelsorge und zu ihrer Durchführung hat L. Ron Hubbard bereits im Jahre 1950 einen Verhaltenskodex verfasst, den so genannten Auditorenkodex. Diesem Kodex ist ein Scientologe und speziell ein ausgebildeter Auditor im höchsten Masse verpflichtet. Verstösse gegen diesen werden streng gemassregelt und können sogar zu einem Ausschluss aus der Kirche führen.

Ein Auditor sollte höflich sein, er sollte vertrauenswürdig, geduldig und beharrlich – und vor allem verschwiegen sein.

14. Diese Sitzung wird von der „Auditorin“ abrupt mit einem „die Nadel schwebt“ abgeschlossen und dem Hauptdarsteller wird mitgeteilt, dass er es viel besser macht als viele andere. Einen derart abrupten Abbruch einer Sitzung gibt es nicht und wäre Grund, den Auditor zu korrigieren. Bewertungen und Suggestionen jeglicher Art sind nicht Teil des Auditings. Jeder Auditor weiss das. Eine Sitzung endet mit einer von dem Mitglied selbst und unbeeinflusst geäusserten Erkenntnis über ihr Dasein, die von Fröhlichkeit begleitet ist. Eine „schwebende Nadel“ allein sagt überhaupt nichts dazu aus.

15. Es wird eine Szene gezeigt, in der ein hauptamtlich aktives Mitglied der Kirche tagsüber arbeitet und am Abend für die Kirche tätig ist, weil es Geld für sein eigenes Auditing verdienen muss. Diese Szene ist unreal. Hauptamtlich tätige Mitglieder müssen weder für ihr Studium noch für ihr Auditing in ihrer Kirche Beiträge leisten.

16. Die Übung „sieh zu der Wand, geh zu der Wand“… wird nicht derart roboterhaft durchgeführt, die Anweisungen sind teilweise falsch und unvollständig.

17. Dem Hauptdarsteller wird mitgeteilt, dass seine „Statistik“ schlecht sei. Was damit gemeint sein soll, wird nicht erläutert. Einfache Mitglieder verfügen – wenn überhaupt – nur über eine Statistik, in welcher der Fortschritt ihres Studiums betrachtet wird, ansonsten jedoch nicht. Nur hauptamtliche Mitglieder (Staffs) kontrollieren ihren Beitrag mit Hilfe von Statistiken. Die Darstellung ist daher in mehrfacher Hinsicht vollkommen unrealistisch. Wenn man überhaupt über Statistiken spricht, würde man nie so verallgemeinern, sondern sich dafür interessieren, welche Art von Hilfe die Person braucht um sich zu verbessern.

18. Es wird mitgeteilt, dass der „Lohn“ des hauptamtlichen Mitglieds dem Auditingkonto zugeführt wird, sodass der Staff professionelles Auditing haben kann. Tatsächlich müssen hauptamtlich tätige Mitglieder für ihr Auditing innerhalb ihrer Kirche finanziell nicht beitragen.

Eine hauptamtliches Mitglied bekommt für seine Tätigkeit ein Entgelt und bekommt es auch ausgezahlt. Unabhängig davon erhält der Mitarbeiter von der Kirche seine Ausbildung als auch das Auditing auf Kosten der Kirche.

19. Bei einer Zeremonie wird L. Ron Hubbard mit einem unnatürlichen Schrei „gedankt“. Diese Szene ist völlig unrealistisch. Es stimmt zwar, dass ab und zu L. Ron Hubbard mit einem Applaus geehrt wird, doch nicht in dieser Weise.

20. Es wird der Begriff „die 5. OT Stufe abgeschlossen“ verwendet. Ein Scientologe würde nicht so reden, umgangssprachlich heisst es schlicht „OT5“.

21. Ein einfaches Mitglied würde während einer Veranstaltung nie dazu auffordern: „Produziert mehr, verbessert Eure Statistiken“. Wenn ein Mitglied für das Absolvieren einer Bewusstseins- oder Erlösungsstufe bestätigt wird, so spricht es normalerweise über seine persönlichen Gewinne und Erkenntnisse. Dieser Satz wurde offenbar nur eingebaut, um ein Klischee zu bedienen.

22. Es heisst, dass ein hauptamtlich tätiges Mitglied keine Zahlung erhält, weil „das ganze Geld für die Kurse drauf gegangen ist“. Auch das ist eine freie Erfindung, denn ein hauptamtliches Mitglied besucht die Kurse in seiner Kirche beitragsfrei. Es werden keine Unterstützungszahlungen dafür zurückbehalten.

23. Im Film wird allein der „Zweifel an der Org“ als eine „Todsünde“ dargestellt, allein einem Zweifelnden zuzuhören sei eine „Todsünde“. Allein die Wortwahl ist in Scientology vollkommen ungebräuchlich. Es ist weder „Sünde“ noch „Todsünde“ zu zweifeln oder jemandem zuzuhören, der Zweifel äussert.

24. L. Ron Hubbard soll gesagt haben: „Geld sei nur eine Betrachtung.“ Eine derartige Definition von Geld ist in Scientology unbekannt.

25. In einer Szene wird gezeigt, wie die Mutter ihr Kind ohne Verabschiedung verlässt, ohne ihm mitzuteilen, wohin sie geht, warum sie geht oder dass sie nun einige Monate zur Ausbildung verreist. „Das Kind werde es schon selber merken“ meint sie nur lakonisch. Ein derartiges Verhalten ist unmenschlich und wäre in Scientology nicht akzeptabel.

26. Die Eltern der weiblichen Hauptfigur werden im Film als „Feinde der Scientology“ tituliert, weil sie Kritik gegen Scientology geäussert hätten. Die Szene ist vollkommen unrealistisch. Tatsächlich würde in einem derartigen Fall das Gespräch gesucht werden. Eltern würden deshalb nicht gleich als Feinde betitelt. Nur weil jemand Kritik äussert ist er noch lange kein Feind von Scientology.

27. Es wird angeblich das „Gesetz der Dritten Partei erklärt“, wobei behauptet wird, dabei ginge es um eine Situation, in der jemand nicht will, dass es jemand anderem gut ginge. Dies hat mit dem „Gesetz der Dritten Partei“ jedoch überhaupt nichts zu tun. Tatsächlich geht es bei diesem Gesetz darum, dass in einem Konflikt, der sich nicht auflöst, eine versteckte dritte Partei vorhanden sein muss, die den Konflikt schürt.

Hier die offizielle Definition:

IN JEDEM STREIT MUSS EINE DRITTE PARTEI VORHANDEN UND UNBEKANNTE DRITTE PARTEI SEIN, DAMIT EIN KONFLIKT EXISTIERT.

ODER

DAMIT EIN STREIT EINTRETEN KANN, MUSS EINE UNBEKANNTE DRITTE PARTEI AKTIV DARAN ARBEITEN; IHN ZWISCHEN ZWEI POTENZIELLEN GEGNERN HERVORUFEN.

ODER

WÄHREND MAN GEWÖHNLICH GLAUBT, DASS ES ZWEI BRAUCHT, UM EINEN STREIT ZU HABEN, MUSS EINE DRITTE PARTEI VORHANDEN SEIN UND IHN ENTWICKELN, DAMIT EIN TATSÄCHLICHER KONFLIKT ENTSTEHT.

Es ist sehr leicht zu sehen, dass in einem Konflikt zwei streiten. Dies ist sehr leicht zu beobachten. Es ist schwieriger zu sehen, oder für möglich zu halten, dass es eine Dritte Partei gibt, die den Streit zwischen den beiden anderen aktiv fördert – weil sie eigene Interessen verfolgt.

28. Es gebe kein Spielzeug für Kinder, da Kinder eigentlich nur noch nicht ausgewachsene Körpermaschinen seien. Das ist eine besonders bösartige Verdrehung der Schriften. Denn selbstverständlich haben Kinder von Scientologen Spielzeug. Im Übrigen spricht in Scientology niemand von „Körpermaschinen“.

29. In dieses verdreht-bösartige Konzept passt auch die Szene, in der die Mutter von ihrer vermeintlichen Scientology-Ausbildung zurückkehrt und einfach an ihrem sie begrüssenden Kind vorbeiläuft und es völlig ignoriert. Eine derart absurde Szene ist in einer real existierenden Scientology-Familie undenkbar.

30. Das „Hubbard Communications Office” sei die Kommandozentrale der Scientology Kirche in Clearwater, Florida. Tatsächlich handelt es sich hierbei um die Personalabteilung irgendeiner Kirche.

31. Die Ethikabteilung einer Kirche habe nichts mit „Ethik“ zu tun. Tatsächlich ist sie sehr wohl mit der normalen Definition von Ethik vergleichbar. In Scientology ist Ethik gleichbedeutend mit Vernunft – zum Wohle der grössten Anzahl aller Lebensformen oder Lebensbereiche.

32. Bei Ethik gehe es um das Bekämpfen von Feinden, heisst es in dem Film. Die Ethikabteilung kümmert sich tatsächlich überhaupt nicht darum, sondern hilft den Mitgliedern ein ethisches Leben zu führen, damit sie ihren Erlösungsweg gehen können.

33. In einer Szene schreit ein roboterhafter Uniformierter jemanden mit der immer gleichen Frage an und wird in einem Fall immer lauter.

Derartige „Verhöre“ gibt es in Scientology nicht. Vielmehr würde eine Befragung in normalem Tonfall als normales Gespräch geführt.

34. Falsch dargestellt findet man auch eine Szene, in welcher der Zombie-Befrager eine Frau anschreit: „Du verweigerst den Sec Check“ nur weil sie auf eine Frage keine Antwort weiss. Eine solche Konversation ist unrealistisch, da in dieser Szene erstens kein „Sec Check“ stattfindet und zweitens dieser Vorwurf gar nicht zur Reaktion der Frau passt.

35. Es wird von einem Mitarbeitervertrag gesprochen. Es gibt in Scientology nur den Status eines aktiv tätigen Mitglieds. Man braucht nicht vor ein Arbeitsgericht zu gehen um diesen Status aufzulösen. Ein Austrittsschreiben würde reichen.

36. In einer Szene sitzt der Hauptdarsteller in einem kleinen Kabäuschen und soll Vergehen gegen Scientology aufschreiben. Ohne Kommentar kommt ein Sea Org Mitglied (Mitglied des religiösen Ordens der Scientology Kirche) herein und reisst ihm die Papiere aus der Hand. Eine solche Szene wäre in einer Scientology Kirche undenkbar.

37. Die weibliche Hauptdarstellerin soll den Vater wegen Missbrauchs angezeigt haben. Es wird so dargestellt, als hätte sie dies nur getan, um den Vater unglaubwürdig zu machen und so Scientology „vor einem Feind“ zu schützen. Niemals würde die Scientology Kirche ein solches Vorgehen von einem Mitglied dulden.

Interessant ist in dieser Szene lediglich, dass die sogenannte Fachberaterin des Filmes sich tatsächlich wegen Vorteilsnahme zu verantworten hatte. Sie musste sich in den USA vor Gericht und in Deutschland vor der Staatsanwaltschaft verantworten, nachdem sie von einem Scientology-Gegner aus den USA eine Summe von 75.000 US-Dollar erhalten hatte. Sie musste nur eine Busse zahlen. Andere Staatsangestellte müssen schon bei 50 Euro für die Kaffeekasse den Hut nehmen.

38. Es wird dem Hauptdarsteller mitgeteilt, dass ihm 10% der Kursgebühren für eine vermittelte Person zustehen. Als hauptamtliches Mitglied erhält man keine derartigen „Provisionen“.

39. Der Leiter der Kirche erklärt im Film, dass man nach dem Reinigungsprogramm einen Atomschlag überleben kann. Diese Aussage ist frei erfunden.

40. L. Ron Hubbard wird mit den Worten „zitiert“, dass man „Sexualität durch Produktion ersetzen“ soll. Ein derartiges Zitat existiert nicht.

41. In der Sauna sitzen die Personen mit T Shirts an … normalerweise wären sie nackt oder mit Badehose bekleidet, je nach Ethnik des Landes.

42. Jemand wird als „Diener“ einer ausserirdischen Gestalt beschimpft. Dies würde ein Scientologe niemals sagen.

43. Es wird suggeriert, dass man auf dem Reinigungsprogramm 5 Stunden ununterbrochen in der Sauna sitzt. Dies ist nicht der Fall.

44. Dem Hauptdarsteller wird in einer Szene vorgeworfen, den Notarzt gerufen zu haben. Dies sei ein Verrat an der Gruppe. In dem gezeigten – oder bei jedem ähnlichen Fall – wäre es jedoch die erste Pflicht eines Scientologen gewesen, einen Notarzt zu holen.

45. In einem Gespräch wird erwähnt, dass eine Auditorin mitgeteilt habe, dass das Kind der beiden Hauptdarsteller als frühere Gefährtin von L. Ron Hubbard gelebt habe. Eine Auditorin untersteht tatsächlich der Verschwiegenheitspflicht und würde keinerlei Inhalt einer Auditingsitzung weitererzählen.

46. Die Räumlichkeiten der Kirche in Kopenhagen werden als düstere Hallen und Kellerräume dargestellt.

Tatsächlich sind diese hell und freundlich gestaltet.

47. Der Hauptdarsteller wird in einer fast leeren, düsteren Halle (hier soll wohl ein KGB Folterkeller suggeriert werden?), der auch als Rezeption dient, einem „Verhör“ am E-Meter unterzogen.

Eine völlig unrealistische Szene mit seltsamen Fragen.

48. Die Mitglieder der Sea Org werden nur im Laufschritt gezeigt und rennen in Einerreihen durch die Räumlichkeiten.

Die Mitglieder der Sea Org rennen nicht in Einerreihen irgendwo durch.

49. Die weibliche Hauptdarstellerin meint „Dein Thetan ist stark“.

Kein echter Scientologe würde jemals von „Deinem“ Thetan sprechen.

50. Scientology unterhalte ein Internat.

Die Scientology Kirche unterhält keine Internate und ist auch an keinem beteiligt. Es handelt sich dabei um selbstständige Institutionen.

51. Das gemeinsame Kind wird gezeigt, wie es im Keller dieses Internats eine Übung mit den Anweisungen „gehe zur Wand“ macht. Weder wird diese Übung in irgendeiner Schule durchgeführt, noch wird die Übung in dieser Form absolviert. Auch wird diese Übung nicht von kleinen Kindern durchgeführt.

52. Das kleine Kind im Film fordert seinen Vater auf zu Scientology zurückzukommen und es verweigert den gemeinsamen Ausflug, falls er es nicht tut. Niemand wird einen derartigen Fall in der real gelebten Scientology-Praxis finden und derartige Szenen sind schlicht unrealistisch.

53. Am Ende des Filmes wird ein Zitat von L. Ron Hubbard vorgelesen, mit dem suggeriert werden soll, dass er dafür plädiert, Unfähige aus der Gesellschaft zu entfernen. Es wird verschwiegen, dass er lediglich historische Anmerkungen darüber macht, wie man in weniger kultivierten Zeiten mit hochgradig ansteckenden, unheilbaren oder geisteskranken Menschen umgegangen ist.

Dies sind einige Beispiele, die zeigen, dass hier tatsächlich massivst manipuliert wurde.

Für weitere Fragen stehen wir gern zur Verfügung.

 

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