Leserbrief an die Basler Zeitung

Kirchengebäude

Die Scientology Kirche Basel ist nun seit über zwei Monaten in ihrem neuen Gebäude an der Burgfelderstrasse. Das Medieninteresse an Scientology war in den letzten drei Monaten so intensiv wie nie. Es verwundert nicht, dass auch einige Politiker auf diesen Zug aufspringen. Dies, obwohl wir seit 41 Jahren in Basel ansässig sind. Die Behörden bestätigten wiederholt, dass in den letzten zehn Jahren eigentlich keine Probleme mit Scientology angefallen sind.

Wir sind genauso für Meinungsfreiheit wie jeder Demokrat, doch darf es nicht sein, dass im Namen der Meinungsfreiheit falsche Informationen verbreitet werden. So konnte man lesen, dass Scientology in diversen europäischen Ländern verboten sei… frei erfunden! Im Gegenteil, immer mehr Länder bestätigen Scientology als Religion, vor Kurzem zum Beispiel auch Grossbritannien.

Religiöses Symbol

Ein Politiker moniert, dass das achtstrahlige Kreuz an der Fassade entfernt werden müsse, da es zu sehr dem christlichen Kreuz ähnelt. Nicht nur ihm wurde die Bedeutung des Kreuzes, das nichts mit dem christlichen Symbol zu tun hat, erläutert. Im Übrigen wurde das Kreuz lange vor dem Christentum als religiöses Symbol verwendet.

Müssen wir denn damit rechnen, dass bald ein politischer Anzug eingereicht wird, dass auf Basler Boden das Rote Kreuz sein Kreuz entfernen muss, damit es nicht mit den Kirchen verwechselt wird? Religionsfreiheit ist ein Menschenrecht. Das Missionieren für eine Religion auf öffentlichem Grund gehört dazu. Seit vielen Jahren informieren wir die Basler Bevölkerung in der Stadt über unsere Religion. Wir halten uns dabei an die Gesetze, was auch die Behörden bestätigen. Und nun soll ein neues Sondergesetz her?

Macht euch selbst ein Bild

Auch die künstliche Kontroverse um die Bestätigung des Basler Amtes für Wirtschaft, dass wir arbeitsrechtlich als religiös eingestuft werden, geht an den Fakten vorbei. In den beiden Basel gibt es rund 470 religiöse Gruppierungen und Kirchgemeinden. Der Grosse Rat hat gemäss Kantonsverfassung drei kleine Religionsgemeinschaften kantonal anerkannt: Die Christengemeinschaft, die Neuapostolische Kirche und die Alevitische Gemeinschaft Basel-Stadt. Heisst dies denn nun, dass alle anderen keine Religionen sind: Muslime, Buddhisten, Hindus und weitere? Die meisten Religionswissenschaftler bestätigen den religiösen Charakter von Scientology. Es wäre an der Zeit, dies zur Kenntnis zu nehmen.

Ich selbst bin nun seit bald 40 Jahren Scientologe, bin seit mehreren Jahren Vizepräsident der Basler Scientologen. Mir ist bewusst, dass jede neue Religion sich der Diskussion stellen und sich in der Gesellschaft bewähren muss. Wir sind gerne bereit dazu. Scientology ist eine neue Religion, unser Glaubensbekenntnis ist ein flammendes Bekenntnis zu den Menschenrechten, die besagen, dass «keine Instanz ausser Gott die Macht hat, diese Rechte ausser Kraft zu setzen». Wir glauben auch, dass nur das für einen wahr ist, was man selber beobachten kann; aber man muss bereit sein, sich ein persönliches Bild zu machen. Ich plädiere dafür, dass diese Diskussion versachlicht wird, dass Probleme im Gespräch gelöst werden.

Rolf Moll, Allschwil

Vizepräsident der Scientology Kirche Basel

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