Sonntagsblick 23.05.10 – Mehr zu Frau Dridi

Am 23. 2010 Mai erschien im Sonntagsblick ein Artikel, in dem eine ehemalige Scientologin aus ihrer Zeit vor über 13 Jahren  bei Scientology erzählt.
 
Der Bericht enthält grobe Fehler und Falschaussagen.
 
Im Einzelnen:

Es ist nicht wahr, dass Frau Dridi aus Scientology fliehen musste. Sie kam einfach nicht mehr und hat danach jegliche Kontakte verweigert. Natürlich sind ihre ehemaligen Kollegen bei ihrer Wohnung vorbei gegangen, um zu schauen, was los ist mit ihr. Es wird der Eindruck erweckt, als sei sie festgehalten worden, was absolut nicht den Tatsachen entspricht. Sie hat vor ihrem Weggehen nie geäussert, dass sie die hauptamtliche Tätigkeit nicht mehr ausüben will. Sie hat ihre Aufgaben einfach fallen gelassen.
 
Frau Dridi war bereits früher in den Medien mit ihrer Story und auch dort hat die Kirche ihre falschen Aussagen richtig gestellt. Es ist also nicht korrekt, dass sie das erste mal über ihre Vergangenheit in Scientology spricht. In früheren Aussagen (z.B. aus dem Jahr 2001) hat sie  noch ausführlich über die Gewinne berichtet, die sie in Scientology hatte.
 
Der 200-Fragen-Test ist ein Persönlichkeitstest, mit dem Menschen herausfinden können, wo ihre Stärken und auch ihre Schwächen liegen. Der Test wird nicht nur in der Kirche sondern auch bei anderen (auch säkularen) Organisationen verwendet und hilft vor allem der Person selbst, Dinge in ihrem Leben, die sie verändern könnte, zu sehen. In diesem Zusammenhang von einer Manipulation zu sprechen, ist völlig fehl am Platz.
 
Frau Dridi spricht von einem Vertrag für eine dreimonatige Therapie. Was sie damit meint, ist uns schleierhaft, da es so etwas in der Scientology Kirche nicht gibt. Stattdessen belegen die Mitglieder Kurse, um die religiösen Schriften zu studieren und erhalten seelsorgerische Beratung. Ein Vertrag wird normalerweise unterschrieben, wenn das Mitglied hauptamtlich aktiv wird, so wie es auch Frau Dridi getan hat. Der Zeitrahmen für diese Art von Vertrag ist aber dann wesentlich länger als 3 Monate.
 
Es gibt keinerlei Theorie in Scientology, dass Kinder dasselbe leisten müssen wie Erwachsene.
So gibt es hier auch keine Kinderarbeit. Frau Dridi hat sicherlich junge Erwachsene gesehen, die in der Scientology Kirche aktiv waren, in diesem Zusammenhang von Kinderarbeit zu sprechen ist lächerlich.
 
Der "typische" Tag in Scientology, so wie ihn Frau Dridi im Sonntagsblick darstellt, trifft auf Scientology in der Schweiz in keinster Weise zu. Die Scientology Kirchen öffnen ihre Türen um 9 Uhr. Es gibt keinen Frühsport, der um 7 Uhr morgens beginnt, obwohl sich dies das eine oder andere Mitglied sogar wünschen würde. Viele hauptamtliche Mitglieder der Kirche, haben individuelle auf ihr Leben zugeschnittene Stundenpläne, auch Frau Dridi kam während der Tätigkeit in der Schweiz häufig erst am Nachmittag oder am Abend in die Kirche.
 
Ganz besonders verdreht stellt Frau Dridi die Haltung von Scientologen gegenüber Schwachen dar. Dass Scientologen helfen anstatt andere wie "den letzten Dreck" zu behandeln, kann jeder sehen, der sich die Arbeit der Ehrenamtlichen Geistlichen anschaut.
 
Es gibt sehr wenige Menschen, die es schaffen, so lange zu verheimlichen, dass sie nicht hinter den Zielen von Scientology stehen, obwohl sie Mitglied sind und die Gruppe auch scheinbar unterstützen. Frau Dridi hatte viele Möglichkeiten, ihren Unmut oder ihre Nicht-Uebereinstimmungen zu äussern. Sie hat es nicht getan, was wir bedauern. Sie hätte sich wahrscheinlich viel Leid ersparen können.
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