Kurzvideo mit Erklärung
Religionen? Beten? Gott? Was sind die Unterschiede oder Gemeinsamkeiten. Nachfolgend eine kurze Aufstellung zum besseren Verständnis:
1. Theistische Religionen
Glauben an einen oder mehrere Götter; der Weg führt über Glauben, Gebet und heilige Schriften.
Beispiele für monotheistische Religionen (Glauben an einen Gott) sind: Judentum, Christentum, Islam.
Beispiele für polytheistische Religionen (mit mehreren Göttern): Hinduismus, Shinto* (Japan); alte griechische, römische, keltische und germanische Religionen.
*Shintoismus bedeutet „Weg der Götter“ und ist die traditionelle Religion Japans, die Natur, Ahnen und göttliche Geister (Kami) verehrt.
Definition Religion: (von lateinisch religio ‚gewissenhafte Berücksichtigung, Sorgfalt‘, zu lateinisch relegere ‚bedenken, achtgeben‘, ursprünglich gemeint ist „die gewissenhafte Sorgfalt in der Beachtung von Vorzeichen und Vorschriften“)[1] ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher Weltanschauungen
Diese Religionen kennen keinen Schöpfergott; der Weg führt über innere Erkenntnis, Meditation und Bewusstseinsentwicklung zur Befreiung des Menschen (befreien von Leiden, Unwissenheit, Angst oder dem Kreislauf des Lebens)
Beispiele: Buddhismus (mit Zen), Jainismus** (oft streng vegetarisch/vegan), philosophischer Taoismus* Scientology
*Philosophischer Taoismus ist die Lehre, im Einklang mit dem natürlichen Fluss des Lebens zu handeln – ruhig, einfach und ohne Zwang.
**Der Jainismus ist eine alte indische Religion, die Gewaltlosigkeit, spirituelle Reinheit und Selbstkontrolle in den Mittelpunkt stellt.
3.Natur- und Stammesreligionen
Das Heilige ist in der Natur selbst; der Weg führt über Rituale, Naturverbundenheit, Trance und Schamanismus*.
Beispiele: Schamanismus weltweit, indigene Religionen, alte Naturkulte.
*Schamanismus ist eine naturverbundene Religion, in der Menschen durch Rituale, Trance und Kontakt zu Geistern oder Naturkräften Heilung, Orientierung und Harmonie suchen.
4. Philosophische Religionen
Kein Gott im Zentrum, sondern Lebensweisheit und Ethik; der Weg führt über ein gutes, kluges und gerechtes Leben.
Beispiele: Konfuzianismus*, Stoizismus**, humanistische Lebensphilosophien***.
*Konfuzianismus ist eine Lebenslehre, die ein gutes Zusammenleben durch Respekt, Verantwortung und moralisches Handeln fördern will.
**Stoizismus bedeutet, gelassen zu bleiben, indem man sich auf das konzentriert, was man beeinflussen kann – und alles andere akzeptiert.
***Humanistische Lebensphilosophie bedeutet, dass der Mensch Sinn, Werte und Verantwortung aus sich selbst heraus entwickelt – ohne Gott, aber mit Achtung vor Würde, Freiheit und Vernunft.
Das Gemeinsame dieser Religionen und Philosophien ist das Spirituelle – als Gegensatz zum Materialismus, nach dessen Ansicht der Mensch im Todesfall aufhört zu existieren.
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