Scientologin berichtet über Diskriminierung in Deutschland – ein Appell für Religionsfreiheit und Dialog

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Am Europäischen Forum für Religionsfreiheit und Menschenrechte in Frankfurt schilderte Michaela Gross, Präsidentin der Scientology Kirche Frankfurt, ihre persönlichen Erfahrungen mit Ausgrenzung und Diskriminierung. Sie berichtete von Schwierigkeiten im Familienleben, bei der Arbeit und im gesellschaftlichen Umfeld und forderte einen offenen Dialog sowie eine sachliche Berichterstattung über religiöse Minderheiten.

Eine Scientologin berichtet

Am 22. August 2026 fand in Frankfurt am Main das Europäische Forum für Religionsfreiheit und Menschenrechte statt. Die Veranstaltung von FOREF in Zusammenarbeit mit HWPL Deutschland stand unter dem Motto «Voices Be Heard» – Stimmen sollen gehört werden.

Unter den Rednerinnen und Rednern befand sich Michaela Gross, Präsidentin der Scientology Kirche Frankfurt. Sie vertrat die Scientology-Gemeinschaften in Deutschland und schilderte ihre Erfahrungen aus rund 30 Jahren Mitgliedschaft.

Zu Beginn ihrer Rede erläuterte sie, weshalb Scientology für sie persönlich eine wichtige Rolle spielt. Nach dem Besuch eines Vortrags und verschiedener Kurse habe sie festgestellt, dass die religiöse Lehre ihr geholfen habe, ihr Leben bewusster zu gestalten und sich spirituell weiterzuentwickeln.

Anschliessend beschrieb sie zentrale Glaubensgrundsätze von Scientology. Dazu gehören die Vorstellung des Menschen als unsterbliches geistiges Wesen, die grundsätzliche Güte des Menschen sowie die Bedeutung seiner Beziehungen zu anderen Menschen und zum Universum.

Persönliche Erfahrungen mit Ausgrenzung und Vorurteilen

Den Schwerpunkt ihrer Rede bildeten die Erfahrungen, die Michaela Gross und andere Mitglieder der Scientology Kirche nach ihren Angaben in Deutschland gemacht haben.

Sie erzählte, dass sie nach Bekanntwerden ihrer Religionszugehörigkeit innerhalb ihrer eigenen Familie ausgegrenzt worden sei. Das Verhältnis zu Angehörigen habe sich erheblich verschlechtert. Es habe Jahre gedauert, die entstandenen Schwierigkeiten zu überwinden.

Weitere Beispiele betrafen Schwierigkeiten am Arbeitsplatz, die Ablehnung von Unterstützung durch einen lokalen Sportverein und Unsicherheiten, die Kinder von Scientology-Mitgliedern im schulischen Umfeld erleben könnten.

Gross sprach ausserdem über sogenannte «Sektenfilter». Dabei handelt es sich um Erklärungen, mit denen Personen oder Unternehmen unter bestimmten Umständen ihre Distanz zu Scientology bestätigen sollen. Nach ihrer Darstellung können solche Anforderungen den Zugang zu beruflichen Möglichkeiten, öffentlichen Aufträgen oder Fördergeldern beeinträchtigen.

Als Beispiel erwähnte sie den Fall einer Scientologin, die wegen einer entsprechenden Erklärung im Zusammenhang mit einer staatlichen Förderung für ein E-Bike einen mehrjährigen Rechtsstreit geführt habe.

Kritik an Medien und Aufruf zu mehr Dialog

Michaela Gross äusserte auch Kritik an der Berichterstattung über Scientology. Nach ihrer Wahrnehmung würden negative Darstellungen häufig veröffentlicht, ohne die Betroffenen ausreichend anzuhören oder deren Stellungnahmen angemessen zu berücksichtigen.

Sie verwies zudem auf die Rolle von sogenannten Sektenbeauftragten und auf ein gesellschaftliches Klima, das ihrer Ansicht nach Vorurteile gegenüber Scientology-Mitgliedern fördere.

Zum Abschluss forderte sie die Wahrung staatlicher Neutralität in religiösen Angelegenheiten, eine Orientierung der Medien an journalistischen Grundsätzen und einen offenen, respektvollen Dialog.

Ihre Rede machte deutlich, wie sie selbst die Auswirkungen gesellschaftlicher Vorurteile auf das Leben einzelner Menschen erlebt hat. Die von ihr geschilderten Einzelfälle und historischen Zusammenhänge sind dabei als Aussagen der Rednerin zu verstehen.

Weitere Informationen und Fakten zu Scientology

Die Rede von Michaela Gross wirft grundsätzliche Fragen auf: Wie wird in der Öffentlichkeit über Scientology berichtet? Welche Rolle spielen Vorurteile und der Begriff «Sekte»? Welche Rechte haben Angehörige religiöser Minderheiten?

Auf scientology-fakten.ch werden solche Fragen anhand von Hintergrundinformationen, Dokumenten und Stellungnahmen aus Sicht der Scientology Kirche behandelt.

Wer sich über die persönlichen Erfahrungen hinaus mit diesen Themen beschäftigen möchte, findet dort weiterführende Beiträge.

Quellen und weiterführende Informationen

Religionen wie Scientology – als Unterschied zum Materialismus

Religion ist ein gemeinsamer Weg, wie Menschen das Grössere, das Heilige oder die Wahrheit suchen – sei es durch einen Gott, durch innere Erkenntnis, durch die Natur oder durch Lebensweisheit. Im Video und im nachfolgenden Text ist eine nicht vollständige Übersicht kurz beschrieben.

Die wunderbare Welt der Sekten

Dass der Begriff “Sekte” ursprünglich nichts weiter beschrieb als eine neue religiöse Gruppierung, die sich von einer älteren und (meist) größeren Glaubensgemeinschaft abgespalten hat, wissen heutzutage die wenigsten. Dennoch ist zur selben Zeit der Begriff durch das Internet und die Medien so präsent, wie nie zuvor. Und sorgt dabei für jede Menge Diskussionen.

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Das Europäische Büro der Scientology Kirche für öffentliche Angelegenheiten und Menschenrechte begrüsst die Botschaft von Papst Leo XIV. vom Oktober 2025, die zu verstärkter interreligiöser Zusammenarbeit für Frieden, Gerechtigkeit und menschliche Brüderlichkeit aufruft.